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KOOPERATIONEN

"Circus on the Edge" - Eine deutsch-thailändische Kooperation zwischen der Circusschule Die Rotznasen e.V. und Makhampom Foundation



Das deutsch-thailändische Projekt "Circus on the Edge" findet 2015 in Nordthailand statt und hat sich zum Ziel gesetzt das thailändische Zirkusnetzwerk zu stärken. Eine Zirkuspädagogin der Rotznasen hilft dem Zirkus- und Theaterpädagogen Golf Thanupon Makhampoms in drei Dörfer der Ethnien Hmong, Dara-Ang und Pwa-Ker-Jaw und sie machen mit Jugendlichen und Jungerwachsenen ethnischer Minoritäten je eine Woche Zirkus- und Theater. Danach gibt es im Dorf eine Vorstellung, die dann in der Umgebung tourt.  

Die drei Dörfer  sind schweren sozialen Problemen unterworfen. Größtenteils aus Burma geflüchtet sind viele Menschen staatenlos. Sie werden von der thailändischen Regierung zwar geduldet, haben aber sehr eingeschränkte Rechte und leben in permanenter Unsicherheit. Daraus resultieren soziale Probleme wie z.B. Drogenproblematik, häusliche Gewalt, hohe Jugendselbstmordrate, Diskriminierung.

Mit prozessorientierter Zirkus- und Theatermethoden und kultureller Sensibilität wird "Circus on the Edge"- Zirkus am Rande -  den Jugendlichen eine Stimme geben ihre Situation zu formulieren. Körper und Sprache als artistische Ausdrucksmittel werden in einem kreativen Raum ihre Geschichten erzählen. Sie erlernen im gemeinsamen Miteinander "soft skills" wie u.a. Verantwortungsbewusstsein, Teamgeist, Wertschätzung und selbstbestimmtes Handeln und wirken von Anfang an am Gesamtprozess mit. Ihre zirzensischen und theatralen Fähigkeiten verbunden mit ihrem individuellen soziokulturellen Background soll ihnen zukünftig ein Einkommen z.B. bei attraktiven Shows für Touristen generieren. So trägt Circus on the Edge einen Teil zum sozialen Wandel bei.

Das Projekt wird unterstützt von der Asia Europe Foundation, Art Network Asia, Norddeutsche Stiftung für Umwelt und Entwicklung und der Krohn-Stiftung. 

 

 







 

 

 

Wer ist mir auf den Mund gefallen?

v.l. Melina, Reimung, Corinna, Miri © Gisela Köhler

Das Projekt WER IST MIR AUF DEN MUND GEFALLEN? in Kooperation mit dem Haus der Familie und der Grundschule Thadenstraße mit dem Ziel Sprachförderung und Zirkuspädagogik zu verbinden und Kindern, insbesondere mit Migrationshintergrund, eine kulturelle Bildungschance zu ermöglichen hat im Frühjahr 2014 begonnen. Zirkuspädagogen und Logopäden arbeiten mit Sozialpädagogen und Erziehern eng zusammen. Neben Schnupperangeboten und Workshops bieten Projektwochen einen intensiven Einstieg in das künstlerische Schaffen mit dem Fokus auf Sprache/Sprechen!

Die nächste Projektwoche findet im Haus der Familie in den Herbstferien statt!

Weitere Informationen zu den Bündnispartnern:

Haus der Familie

Grundschule Thadenstraße

 



Neben der Logopädin und Studentin der Sprechwissenschaften Corinna arbeiten 3 Zirkuspädagogen für das Projekt WER IST MIR AUF DEN MUND GEFALLEN?

©  Gisela Köhler 

 

"Dieses Projekt wird im Programm "Künste öffnen Welten" der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder und Jugenbildung e.V. (BKJ) gefördert. Die BKJ ist Programmpartner des Bundesministeriums für Bildung und Forschung für "Kultur macht Stark. Bündnisse für Bildung"





Kinderzirkus Woche „Kopfüber neue Wege entdecken!“ in der Theodor Haubach Schule.

Eine Kooperation HausDrei, Theodor Haubach Schule und Zirkusschule die Rotznasen e.V. Gefördert von “Zirkus macht Stark”, “Kultur macht Stark”, Bundesministerium für Bildung und Forschung.

“Kopfüber siehst du alles anders“: Mit 25 Kindern zwischen 9 + 12 Jahren wird im Rahmen der Zirkusprojektwoche ein Programm zum Thema neue „HandlungsWEGE“ erarbeitet. Erprobung von Zirkusdiziplinen,wie Jonglage,  Akrobatik oder Einradfahren. Entwickelte Szenen werden in einer  Abschlussvorstellung vor Publikum präsentiert.

Weitere Informationen zu unseren Bündnispartnern:

Haus Drei

Theodor Haubach Schule

 





© Lina Klingebeil

Das Publikum bei der Abschlusspräsentation der Zirkus macht Stark - Projektwoche

Circus n' Spice 2012 - 2013



CIRCUS N' SPICE

Vom 27.09. bis 14.10.2012 hat ein interkultureller Jugendaustausch von 16 Tagen zwischen Makhampom Theatre Group und Circusschule Die Rotznasen e.V. im Norden von Thailand stattgefunden. Thematisch beschäftigten sich die beiden Gruppen mit dem Partnerland und dem speziellen Jahresthema „Ernährung" der UN-DEKADE „Bildung für nachhaltige Entwicklung" der Deutschen Unesco Kommission. Im Austausch von artistischen, künstlerischen und performativen Methoden und Techniken sollten die Jugendlichen im gemeinschaftlichen Prozess kulturelle Vielfalt und globale Verantwortung erleben.

‚Bildung für nachhaltige Entwicklung' steht im Zusammenhang mit diesem Projekt auf folgenden Ebenen:
- Inhaltliche Vermittlung, Diskussion und Austausch über Nahrungsmittel, Nahrungskonsum, Nahrungsanbau und industrielle Verarbeitung sowie Auswirkungen auf die Lebensverhältnisse, geschichtliche Veränderung des Nahrungskreislaufs, Tierhaltung und Gentechnik, kulturelle Besonderheiten/Verständnis von einzelnen Lebensmitteln, persönliches Konsumverhalten der Teilnehmer
- Kulturelle-künstlerische Annäherung und Verarbeitung der Recherche zu eigenen Szenen, Bezügen zu eigenen Lebenszusammenhängen und Fragen an das Publikum
- Körperbewusstsein - erlebtes Lernen mit Hilfe von Zirkus und Theater
- Interkulturelle Begegnung, direkter Einblick in unterschiedliche Lebensverhältnisse und Auswirkungen von sozialen Unterschieden und der Veränderungen im globalen Kontext

Das Wochenende in Pang Daeng bei der Ethnie Dara'ang war eines der eindruckvollsten Erlebnisse für die deutschen Jugendlichen überhaupt. Insbesondere die Tatsache, dass sie ein Dorf kennen lernen konnten, aus dem ein Teil der thailändischen Teilnehmer kamen. 3 Teilnehmerinnen konnten nur mit einer Art Ausgleichszahlung an dem Jugendaustausch teilnehmen, weil sie sonst in der Familie beim eigenen Anbau von Nahrungsmitteln helfen müssten. Dieses Erlebnis/ diese Tatsache eröffnete eine sehr direkte Diskussion in der Großgruppe, wie wichtig und Grundlegend das Thema Nahrung den Austausch beeinflusst.
Ein gemeinsamer Auftritt im Gemeinschaftshaus des Dorfes zusammen mit den Dorfbewohnern war ein zusammenführendes Ereignis für beide Seiten.

In der zweiten Woche drehte sich alles um den gemeinsamen Probenprozess, der dann durch das Aufführen dreier Vorstellungen des „Circus'n Spice - Food Memory" seinen Höhepunkt auf dem 1. Southeast Asian Social Circus Festival hatte. Unter der Anleitung von zwei deutschen und zwei thailändischen Zirkus- und Theatertrainern wurde ein Food-Memory entwickelt bei dem sich in 8 Szenen Speisen, Zubereitung, Herkunft und Ernährungspolitik artistisch performt wurden. Jede Szene wurde von einem durchmixten Team von deutschen und thailändischen Teilnehmern gespielt.

Die interkulturelle Jugendbegegnung in Thailand sollte einen Anstoß geben eigene Handlungskompetenzen zu erweitern und den Blick für globale Zusammenhänge und den Auswirkungen eigenen Handels zu schulen. Die Fortführung dieses Dialogs während des Gegenbesuchs 2013 soll fortgesetzt werden und eine langfristige Kooperation zwischen zwei sozial-künstlerisch ausgerichteten Vereinen sichern. Bildung für nachhaltige Entwicklung erfüllt unserer Meinung nach den Auftrag sich den eigenen Zusammenhängen bewusst zu werden, Alternativen zu entdecken und eine zukunftsfähige Gemeinschaft zu gestalten. Circus'n Spice setzt daran an sowohl inhaltlich als auch methodisch sich diesen Zielen zu widmen.

 

Das Projekt Circus N' Spice wird gefördert von der Bundesvereinigung Kulturelle Jugendbildung, Stiftung Asien Brücke, Nordeutschen Stiftung für Umwelt und Entwicklung und Krohn Stiftung.

 

 

Nachhaltigkeit lernen: die UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (2005-2014)

 

Das Konzept „Bildung für nachhaltige Entwicklung“, kurz BNE, vermittelt Kindern und Erwachsenen nachhaltiges Denken und Handeln. Denn wir alle müssen lernen, dass unser Handeln hier und heute Einfluss auf das Leben der Kinder- und Enkelgenerationen hat - nicht nur vor Ort, sondern auch in anderen Weltregionen. Bildung für nachhaltige Entwicklung  schärft das Bewusstsein dafür und gibt uns Handlungsmodelle mit auf den Weg, damit wir sinnvolle Entscheidungen für die Zukunft treffen und drängende Probleme wie etwa den Klimawandel gemeinsam lösen und unser Konsumverhalten im Sinne einer sozialen Verträglichkeit anpassen können. Wo kaufe ich Kleidung, ohne die Ausbeutung in Asien oder Afrika zu unterstützen? Wie fördern wir wirtschaftlichen Fortschritt, ohne die Umwelt zu zerstören? Das sind nur zwei der vielen Fragen, die Bildung für nachhaltige Entwicklung zu beantworten versucht.

 

„Nachhaltigkeit lernen muss in Schule, Ausbildung und Studium selbstverständlich werden. Nur so können künftige Generationen globale Probleme wie den Klimawandel oder ungerechte Verteilung von Ressourcen bewältigen", so Prof. Gerhard de Haan, Erziehungswissenschaftler und Vorsitzender des Deutschen Nationalkomitees für die UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“.

Auftritt der Schulzirkusgruppe 2012

Im Februar 2012 starteten die Rotznasen eine neue Kooperation mit der Theodor-Haubach-Schule in Altona. Zu Beginn des Schuljahres konnten die jungen Artisten ihr Können bei der Dm- Aktion Ideen Initiative Zukunft beweisen und präsentierte erste akrobatische Tricks, Jonglage- und Einradkünste in der Filia in der Großen Bergstraße. In diesem Schuljahr können wieder 12 Kinder der 3. und 4. Klasse Zirkuskunst erlernen. Unter der Leitung von Hanno Schultze-Florey werden die Kleinen in die Disziplinen Seillaufen, Clownerie, Akrobatik und Einradfahren eingeführt. Zum Abschluß des Kurses wird Ihr Können vor der ganzen Schule aufgeführt. Denn nichts ist schöner als der Applaus des Publikums!

Information: Kinder der Theodor-Haubach-Schule klettern automatisch auf die vorderen Plätze unserer Warteliste für das Kursangebot der Zirkusschule.

 

Seit 1997 bieten wir den SchülerInnen der Grundschule Thadenstraße regelmäßig unseren kostenfreien Zirkuskurs an und er wird sehr gut angenommen. Beim Erlernen der circensischen Fähigkeiten, wie beispielsweise Einradfahren, Seillaufen, Keulenjonglage oder Turnen am Trapez können die Kindern spielerisch und gemeinsam ihre motorischen Fähigkeiten ausprobieren und beweisen. Dadurch bauen sie ihre körperliche und soziale Kompetenz, ihre Konzentrationsfähigkeit und ihr Selbstwertgefühl auf. Die Impulse und die Anerkennung, die Kinder in Zirkuskursen bekommen, wirken nachhaltig in ihrem Alltag nach.

Mit unserem Projekt möchten wir besonders die Kinder erreichen, die sonst nur schwer oder gar keinen Zugang zu künstlerischen und kulturellen Projekten haben. Wir möchten so den künstlerischen Nachwuchs fördern und die Eigeninitiative und Kreativität der Kinder wecken. Über die Kinder möchten wir natürlich auch die Eltern erreichen, die als Zuschauer am Ende des Kurses in den Genuss der Zirkus-Aufführung kommen und so einen interkulturellen Dialog und eine Kommunikation über Interessen, Alters- und Milieugrenzen hinaus in Gang setzten.

Die Verantwortlichen der Schule stimmen mit uns überein, dass das Angebot inzwischen ein wichtiger Bestandteil der schulischen Arbeit ist. Und die Kinder sind begeistert.

Die Rotznasen unterhalten auch Kooperationen mit:

Max Brauer-Schule
Kita Schlicksweg
Kita Hummelsbüttel
Schule Bernstorffstraße
Kita Struenseestraße
Schule Struenseestraße
Kita Seepferdchen

Falls Sie auch Interesse an einer Kooperation haben oder unsere Angebote einmalig für Ihre SchülerInnen nutzen wollen, rufen Sie uns gern an.